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Friedensfest auf dem Alexanderplatz 08.06.2013

Phönix aus dem Müll

Die Künstlergruppe “Der Goldene Bär” wurde bei der Mega Spree Demonstration in Jahre 2011 ins Leben gerufen. Die Mitglieder sind A-Stefan (Seifarth), H-Christian (Wiese) und V-Billy (Hauptmann). Bekannt wurde die Gruppe mit Ihren inovativen sowie unterhaltesamen Aktionen wie z. B. “Der Leistungsträger”, “Igel-Grillen im Mai” und diverse Ausstellungen u. a. im Artliner, die lange Nacht der Bilder, RAW-Ausstellung usw.

Mit der Metapher „Phönix aus dem Müll“, der Name der auch als Projektname benutzt wird, macht die Künstlergruppe „Der Goldene Bär“ aufmerksam auf die heutigen Zustände in der Welt, insbesondere in Berlin. Wir machen unser Überleben auf der Welt unmöglich indem wir unser Lebensumfeld durch Belastung der Natur mit Abfall- und Schadstoffen wie Giften, Mikroorganismen und radioaktiven Subtanzen vernichten. Die Meere, die Erde ja sogar unser Orbit alles erstickt in Mull.

Das Projekt des goldenen Bären steht für den Weltfrieden in sauberer Natur. Da die Künstlergruppe in Berlin ansässig ist, wird sie auch genau da anfangen Schluß zu machen mit dieser unglaublichen Verschwendung von Ressourcen. Desweiteren prangert sie die Profitgier des Kapitalismus und der Konsumgesellschaft. Denn z. B. man holt sich ein Burger bei Mac Donalds, Burger King etc. bekommt man eine neue Verpackung aus Papier die den Burger umschliesst, doch sobald dieser ausgepackt ist, erfährt diese Verpackung einen unglaublichen Wertverlust.

Die gängige Redensart von „Tanz ums goldene Kalb“ steht als Sinnbild für eine Verehrung von Reichtum und Macht. Der goldene Bär steht als Wahrzeichen für Berlin aber auch gegen die Verehrung von Reichtum und Macht, denn diese Dinge machen niemanden glücklich. Die Frage die sich hierbei aufwirft ist: müssen Reichtum und Macht soviel Müll und Verschwendung produzieren? Wie Wolfgang Sachs 1993 sagte: „Einer naturverträglichen Gesellschaft kann man in der Tat nur auf zwei Beinen näherkommen: durch eine intelligente Rationalisierung der Mittel wie durch eine kluge Beschränkung der Ziele. Mit anderen Worten: die „Effizienzrevolution“ bleibt richtungsblind, wenn sie nicht von einer „Suffizienzrevolution“ begleitet wird.“

Der Begriff der Suffizienz erscheint hier als die einzige Rettung unserer aller Überlebens auf der Welt zu sein.

Projektbescheibung:

Das Projekt ist die Entwicklung der eigenen Kreativität zu entdecken, eine andere Wahrnehmung und ein anderes Bewusstsein zu kreiren und auf den vermeintlichen Müll zu lenken. Kinder, Jungendliche und auch Erwachsene werden losgeschickt um Müll zu sammeln. Sozusagen wertlose, vergeworfene Utensilien zu finden. Diese werden dann unter Anleitung der Künstlergruppe „Der goldene Bär“ die auch Werkzeuge und Hilftmaterialien zu Verfügung stellen wird, einen neuen Lebenshauch d.h. eine neue Existenz erfahren, indem die durch neu definitere Zusammenhänge wiederbelebt wird. Der sogenannte Müll wird neu bewertet, der vorherige Wertverlust wird mit eine Wertumkehrung wieder wertvoll erscheinen. In Form von Kunst wird der Müll eine Transformation seiner Existenz erleben. Die Teilnehmenden werden angeleitet ihre Krativität zu entwickeln und aus „Müll“ Kunst zu schaffen, ihr Blick wird für immer im Bezug auf den herumliegenden Müll geschärft werden.

Und wie Walter Benjamin in seinem Buch (Das Kunstwerk im Zeitalter seiner technischen Reproduzierbarkeit) schon sagte: „Der einzigartige Welt des „echten“ Kunstwerks hat seine Fundierung im Ritual, in dem es seinen oridinären und ersten Gebrauchswert hatte.“

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